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So pries schon vor über 1300 Jahren ein buddhistischer Mönch die
positiven Wirkungen des Grüntees auf Körper, Geist und Seele. Kein Wunder also,
daß der Grüntee auf seinem Siegeszug um die Welt auch in Europa immer mehr
überzeugte und begeisterte Anhänger findet!
Die Chinesen haben grünen Tee seit alten Zeiten dem Wohlbefinden zuliebe getrunken. Er wurde als Hausmittel angesehen und es wurde über ihn in den ältesten chinesischen Büchern geschrieben. Besonders im 20. Jahrhundert hat sich nach genaueren Forschungen herausgestellt, daß der Grüntee ein effektives Naturmittel ist.
China ist das Land, dem wir den Tee ursprünglich verdanken. Sein Ursprung verliert sich dort allerdings im mythischen Dunkel am Anfang einer vieltausendjährigen Teekultur. Im zentralen Mittelpunkt der chinesischen Teekunst steht natürlich Grüner Tee, denn dieser wurde früher noch nicht in Schwarztee verwandelt. Im Unterschied zu dem schwarzen Tee ist diese älteste Teeart fermentativ nicht verändert worden. Nach der Ernte werden die Blätter rasch erhitzt, wodurch die Fermentation verhindert wird, also der Prozess, durch den ansonsten beim Kontakt des Zellsaftes mit Sauerstoff die aromatische und farbliche Veränderung zum Schwarztee entsteht. Dadurch bleibt ein Optimum der im Teeblatt wirksamen Inhaltstoffe und Energien im fertigen Tee erhalten. Den Hauptkern der Teekunst bildete das alte
Wissen, wie man sich die seelisch- Das ist die Bedeutung und das Ziel der Teezeremonie wie sie im alten China und Japan als eine Spielart des Zen auch heute immer noch praktiziert wird. Grüntee
wirkt regulierend im ganzheitlichen Sinne. Durch den niedrigen
Gerbstoffgehalt ist der grüne Tee verträglicher als der
schwarze Tee.
Der
Unterschied zwischen dem schwarzen und dem grünen Tee liegt in der
Hauptsache in ihrer unterschiedlichen Herstellungsart. Der schwarze Tee
wird einem Fermentationsprozeß unterzogen, der bei der Aufbereitung des
grünen Tees wegfällt. Damit wird beim grünen Tee keine chemische Veränderung
angestrebt, wie beim Schwarztee aus Geschmacksgründen. Im Grüntee sind
viele wertvolle Vitalstoffe noch enthalten, die dem Schwarztee durch den
Fermentationsprozeß bereits verloren gegangen sind.
Dem Grünen Tee werden noch viele weitere Wirkungen zugeschrieben, allerdings darf ich hier aus lebensmittelrechtlichen Gründen nicht weiter auf diese eingehen... Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, so kann ich Ihnen einige Bücher dazu empfehlen.
Wie
Sie sehen, ist der grüne Tee ein interessantes Thema! Testen Sie den
Geschmack und die Wirkung!
Grüner
Tee ist nicht nur vital, er schmeckt auch ausgezeichnet und ist dazu überaus
preiswert. Eine ganze Kanne voll kostet nur wenige Cents. Sie tun gut daran,
auf grünen Tee umzusteigen. Den Tag mit grünem Tee zu beginnen, statt
mit Kaffee, ist eine gute Idee. Grüner Tee kann Ihr Wohlbefinden fördern und belebt Sie für
den ganzen Tag!
Es gibt Hunderttausende
verschiedene Teesorten und -mischungen, so daß es mir unmöglich erscheint
hier ein Patentrezept aufzustellen und zu sagen, dies sind die einzig
richtigen Teesorten. Das wäre vermessen und würde auch den Spaß am
Probieren nehmen. So gebe ich Ihnen einzig meine Erfahrungswerte, die ich
in Jahrzehnten mit dem Kombucha gesammelt und aus alten
Überlieferungen übernommen und ausprobiert habe, weiter. Mit jeder Veränderung der
Zutaten, also auch des Tees, verändert sich selbstverständlich auch das
Aussehen des Pilzes (wie z. B. die Farbe),
Grundsätzlich mag der
Kombucha keine Kräutertees, die Kräuter mit stark
ätherischen Ölen
beinhalten. Ebenso wenig den "Earl Grey-Tee", der als Aromastoff
ätherische Öle aus der Schale der Zitrusfrucht Bergamotte enthält. Auch
Rotbuschtee (Roibuschtee) oder Matetee mag der Teepilz nicht. Ebenso
Der Kombucha ist ein Stück lebende Natur, sehr wertvoll, bitte verunreinigen Sie ihn nicht mit
aromatisierten Teesorten, deren Aromen in den allermeisten Fällen
künstlich im Chemie-Labor entstanden sind (naturidentische Aromastoffe)!
Wenn ich in einem Supermarkt stehe, ist es für mich erschreckend zu sehen,
wie viele aromatisierte Tees es gibt und im Verhältnis dazu wie wenig
naturreine...
Am Besten wächst
und gedeiht der Kombucha in einem Grüntee, welches auch die
traditionelle Vorgehensweise ist, denn am Anfang der Teekultur
(dokumentiert in China vor über 2700 Jahren v. Chr.) - und kurz darauf
auch der Kombucha-Kultur - gab es über Jahrtausende nur Grüntee, die
Herstellung des Schwarztees kam erst viel später auf.
Die Erfindung des halbfermentierten Oolong-Tees erfolgte erst im 17.
Jahrhundert (n. Chr.). Dabei wurde der Fermentationsprozeß möglichst kurz
nach der Blatternte durch Erhitzen verhindert.
Ursprünglich geschah dies durch Dämpfen, erst
später wurde dann die Technik des Röstens entwickelt, die heute in China
das Dämpfen weitestgehend ersetzt hat. Der voll fermentierte
Schwarze Tee (er wird in China auch nach der Farbe des Aufgusses "roter
Tee" genannt) wurde in Anhui im Qimen-Distrikt um 1870 n. Chr. erfunden.
Er galt in China ursprünglich eher als Spezialität einer lokalen Variante,
was auch heute noch so ist.. Auch wenn es erstaunlich klingt: in Europa
wurde vorher ausschließlich Oolong-Tee oder Grüner Tee getrunken - und
nicht Schwarztee! Somit
betrachte ich Kombuchakulturen, die ausschließlich in Grüntee
angesetzt werden (und wurden!) als "Reinkultur" nach alter Überlieferung und ohne
Verfälschung. Kombucha-Pilze, die ich verkaufe, werden ausschließlich in
Grüntee aus kontrolliert biologischem Anbau angesetzt, ohne
Schwarztee und ohne Kräuterzusätze o. Ä., um eine Veränderung der Reinzucht-Symbiose
auszuschließen. Bei
den Grüntees
bevorzuge ich den Chinesischen Grüntee "Special Gunpowder Temple Of
Heaven" oder "Chun Mee", einen "Guangdong" oder einen "Lung Ching" aus
China, einen "japanischen Bancha" oder "Sencha", auch ein "Darjeeling
Grüntee" ist sehr fein, oder ein halbfermentierter "Oolong-Formosa" als
etwas Besonderes. Wobei der "White Oothu" aus Südindien eine Extraklasse
darstellt.
Einen passionierten Teetrinker
von einem anderen als seinen gewohnten Teesorten zu überzeugen fällt
schwer und dies liegt mir fern. Natürlich können Sie auch fast jeden
anderen Tee verwenden, entsprechend verändert sich, wie erwähnt, auch der Geschmack
Ihres Kombucha-Getränkes... Hier sind Sie selbst gefordert in die
vielfältige Welt der Teesorten durch eigenes Probieren einzutauchen. Mit
Sicherheit gibt es nicht nur einmal das Aha-Erlebnis! Generell gilt: mit schwarzem
Tee wird das Kombuchagetränk wuchtiger, kräftiger im Geschmack - Nun können Sie natürlich auch
schwarzen Tee und Grüntee mischen, entsprechend verändert sich auch wieder
der Geschmack. Hier sollte jeder seinen eigenen und ganz persönlichen
Geschmack herausfinden und verwirklichen, was aber eben auch Erfahrung
sammeln und Ausprobieren bedeutet... und auch Zeit.. Natürlich sollte der Tee aus
kontrolliert biologischem Anbau stammen. Sie erkennen ihn an dem
Auch beim Kombucha-Verkauf wird diese "Unsitte Bequemlichkeit"
natürlich genutzt: Einiges an unnötigem
Zubehör und ein paar Teebeutelchen
dazu, das Ganze für einen kräftigen Aufpreis (für den man sogar schon ein
ordentliches Ansatzgefäß
bekommen würde). Spätestens beim Auspacken
merkt man dann, was man überhaupt bestellt hat, insbesondere wenn man auf
die Qualität und Größe der Pilze schaut! Aber der Slogan "einfach
auspacken und anfangen" zieht offensichtlich..., er zielt genau auf diese
eben genannte Bequemlichkeit! Warum wird - für einen geringen Aufpreis
natürlich - nicht gleich noch eine Haushälterin mit verschickt, die auch
noch den Tee kocht und den Pilz ansetzt usw..?!
Das Geheimnis des Grünen Tees liegt natürlich auch in seiner
richtigen Zubereitung. In vielen asiatischen Ländern, wie z. B. Japan und
China, ist dies ein ja fast schon religiös anmutendes Ritual, das
regelrecht zelebriert wird. Eine unsachgemäße oder falsche Herstellung
kann aus den edelsten Teesorten leicht einen bitteren oder schalen Tee
machen, den man mit Genuß nicht mehr trinken kann. Einen wichtigen Aspekt
nimmt das Wasser ein, es sollte weich und kalkarm sein, was nicht überall
so ist. In diesem Falle kann man sich mit stillem Mineralwasser behelfen,
auch ein Wasserfilter kann hier Abhilfe schaffen.
Nicht jeder Tee verträgt sich mit jedem Wasser! Die Temperatur des Wassers sollte je nach Tee zwischen 60° und 80° Celsius
betragen, beachten Sie bitte die Empfehlungen zu dem jeweiligen Tee, sie
sind meist auf der Verpackung angegeben. Man kocht also Wasser und läßt es
dann auf die gewünschte Temperatur abkühlen, als Faustregel wartet man
dann - nach dem Kochen - fünf bis zehn Minuten. Wenn Sie Grünen Tee zu
heiß aufgießen, schmeckt er oft bitter. Schwarztee dagegen verträgt
kochendes Wasser gut. Grob gesagt: Sorten mit einem zarten Aroma brühen
Sie mit 75° bis 60°C heißem Wasser auf, kräftige Sorten mit 90° bis 75°C
heißem Wasser. Die Dosierungsempfehlung des
jeweiligen Grüntees ist auch meist auf der Verpackung angegeben, woran Sie
sich halten sollten, denn der häufigste Fehler bei der Zubereitung
des Grüntees liegt in der Fehldosierung, meist wird zuviel genommen. Die Ziehzeiten sind i. d. R. kürzer als beim Schwarztee, es reichen zwei bis
drei Minuten, auch mal weniger. Dabei löst sich das Koffein und der Tee ist anregend. Wenn
man ihn etwas länger ziehen läßt, entwickelt sich das Aroma. Zieht er
jedoch deutlich länger, so schmeckt er intensiv bitter. So sollte in
erster Linie der eigene Geschmack über die Menge und Ziehdauer des Tees
entscheiden. Probieren Sie es einfach aus, gießen Sie einen Tee auf
verschiedene Art und Weise auf, um so herauszufinden, welche Kombination
Ihnen am Besten schmeckt. Die Dosierungsempfehlungen auf der Verpackung
sollten immer nur als Orientierungshilfe verstanden werden. Grüntee kann übrigens mehrmals aufgegossen werden. Viele Asiaten wissen,
daß sich die Wirkstoffe bei jedem Aufguß anders aufschlüsseln und der Tee
anders schmeckt. Eine chinesische Regel sagt es so: "Der erste Aufguss ist
für den Geschmack, der zweite Aufguß ist für den Genuß, der dritte Aufguß
ist für das Auge und der vierte Aufguß dient der Entspannung". Dies beruht
auf der Erkenntnis, daß sich beim ersten Aufguß das Koffein löst und sich
beim zweiten der Geschmack voll entfaltet. Der dritte Aufguß zeigt die
schönste Farbe und beim vierten Aufguß ist nahezu kein Koffein mehr
vorhanden. "Tee waschen" nennen die Chinesen es, wenn sie den ersten
Aufguß nur 20 bis 30 Sekunden ziehen lassen und diesen dann wegschütten.
Dadurch kann man den Koffeingehalt reduzieren und sehr bittere Teesorten
milder machen. Übrigens ist
Teein chemisch identisch mit dem Koffein, im Tee aber in geringerer Menge
enthalten. Es erhöht die Konzentration und
fördert die Wachsamkeit. Allerdings wirkt das im Grünen Tee enthaltene
Koffein wesentlich sanfter als das Koffein des Kaffees oder Schwarztees,
es regt an, nicht auf.
Wer Tee liebt, der liebt auch Kombucha!
An dieser Stelle
möchte ich einige gängige Teesorten beschreiben, mit denen ich gute
Erfolge hatte und die ich selber verwende. Selbstredend kann die gleiche
Teesorte qualitativ je nach Anbaugebiet, Erntezeit, Wachstumsperiode,
Sonneneinstrahlung, Schatten, Halbschatten, Bodenbeschaffenheit,
Regendauer, Wasser usw. variieren und somit kann man selbstverständlich keine
Garantie für immer die selben Ergebnisse erwarten, d. h. alle Bewertungen
des Kombucha-Pilzes und des Kombucha-Getränkes können ebenso wie beim Tee
abweichende Ergebnisse bringen. Auch benötigt der Kombucha-Pilz eine
Eingewöhnungszeit bei einem Wechsel der Teesorte. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||