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Der
Ackerschachtelhalm, Schachtelhalm (Zinnkraut), Equisetum arvense
ist eine ausdauernde
Pflanze mit zwei verschiedenen Typen von gegliederten Sprossen: erst
blass gelbliche, bis 30 cm hohe, fertile Sprossen und später dann
grüne, bis 65 cm hohe und sterile Sprossen, mit gedrehten, ineinander
verschachtelten, nadelförmigen Blättern.
Die Frühlingstriebe des Schachtelhalms enthalten gar kein Chlorophyll
und ernähren sich ausschließlich aus ihrem Wurzelgeflecht. Der Zweck
des Frühlingstriebs ist die Fortpflanzung. Nach der Fortpflanzung
sterben die Frühlingstriebe ab. Der
Ackerschachtelhalm ist zu Hause auf der gesamten nördlichen Halbkugel,
liebt nassen und verdichteten Lehm- oder Sandboden, an Wegrändern, auf
Feldern und Wiesen, gern auch in Waldnähe. Er vermehrt sich durch
Sporen, die in den Spitzen der Frühlingstriebe sind und ist meist in
größeren Gruppen zu finden, kommt aber auch vereinzelt vor. Der
Name Zinnkraut entstand, weil man früher das harte Kraut mit dem hohen
Gehalt an Kieselsäure gerne zum Putzen und Polieren von Metall und
Holz verwendete. |
Evolutionsgeschichtlich ist er noch eine sehr primitive Pflanze, die vor
ca. 650 bis 360 Millionen Jahren (Paläozoikum) baumhoch wuchs und ganze
Ur-Wälder bildete.
In der Volksheilkunde war er schon in alten Zeiten hochgerühmt. Erste
Überlieferungen existieren bereits aus dem 1. Jahrhundert von dem
griechischen Arzt Dioskorides, der aussagt, daß der gestampfte
Ackerschachtelhalm, auf Wunden aufgelegt, diese ganz heilt, selbst wenn
die Sehnen durchtrennt sind. Er soll schon blutstillende Kräfte haben,
selbst wenn man das Kraut nur in der Hand hält....
Pfarrer Kneipp pries ihn als "einzigartig, unersetzbar und unschätzbar".
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Geerntet werden die ganzen Pflanzen
während des zunehmenden Mondes und noch besser kurz vor oder bei
Vollmond (Mondphase, nicht Tageszeit), da sie dann den höchsten
Energiestand haben. |
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Gesammelt
werden nur die Sommertriebe ab Mitte Mai bis Mitte Juni, je nach Wetter.
Sammeln Sie früher, haben Sie eine geringe Ausbeute, sammeln Sie später
verfärben sich die Triebe ev. schon ins Bräunliche und Schwarze, d. h.
sind zu alt und giftig. Die Zeiten können natürlich von Jahr zu Jahr
differieren, je nach Sonnentagen und Witterung.
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Die Verwendung:
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Das Zinnkraut wirkt traditionell stark
gerinnungsfördernd und somit blutstillend, selbst bei Nasenbluten und
Bluthusten, hat eine adstringierende (zusammenziehende) Wirkung im
Urugenitaltrakt bei Blutungen durch Harnröhren- und Blasenentzündung,
sowie Prostataleiden. Bedingt durch die Kieselsäure beschleunigt es
entscheidend die Regenerationsfähigkeit des Bindegewebes, verbessert seine
Elastizität und Stärke. Ebenso wird es verwendet bei arthritischen und
rheumatischen Beschwerden,
Nierenleiden, bei Wassersucht, geschwollenen Beinen,
Durchblutungsstörungen und Krampfadern, Hautleiden, Frostbeulen,
Verstauchungen und Knochenbrüchen, zur Wundheilung allgemein.
Anwendung findet es in Form von Tee,
Abkochung,
im Kombuchaansatz, Preßsaft, Kaltauszug, gestampftes Kraut als Auflage
oder Wickel, Teil- oder Vollbad. Die Abkochung (20 Minuten) wie das
(zerkleinerte) Kraut können Sie gleichermaßen zum damit getränktem Wickel
wie auch zu Bädern verwenden.
Bei schmerzhaften Blasenerkältungen ist das Zinnkraut ein sehr gutes
Mittel, indem man es abkocht und die Dämpfe direkt auf die Blase einwirken
läßt, indem man die dampfende Abkochung unter einen Rohrstuhl stellt, der
Patient unbekleidet und umhüllt von einem Badetuch darauf mindestens zehn
Minuten lang Platz nimmt. Das Ganze mehrfach täglich wiederholt wirkt
sehr gut!
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Inhaltsstoffe |
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Wirkungen |
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Kieselsäure |
Blutstillend und -bildend |
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Silikate |
Wundheilung |
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Saponine |
Durchblutungsfördernd |
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Flavonoide |
Regeneration des Bindegewebes |
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Phenolsäuren |
Rheuma |
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Alkaloide |
Arthritis |
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Sterine |
Nieren, Harntreibend |
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Spurenelemente |
Urugenitaltrakt |
Gehen Sie
vorsichtig mit dem Kraut um, länger als sechs Wochen kurmäßig angewandt,
sollten Sie keine größeren Mengen zu sich nehmen, da der Verdauungstrakt
gereizt werden kann. Kleinere Mengen im Kombuchaansatz sind bedenkenlos,
nur bei empfindlichem Magen sollten Sie ab und an mit diesem Kraut mal
pausieren.
Als
wichtiges Heilkraut ist es nicht zu unterschätzen!
Vorsicht aber: es besteht eine
Verwechslungsgefahr!
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Verwechseln Sie bitte nicht den
Ackerschachtelhalm mit dem giftigen Sumpfschachtelhalm (E. palustre),
eine sehr ähnliche Pflanze, die aber wesentlich größer wird, mehr im
Wasser wächst und toxische Alkaloide
enthält, also giftig ist! |
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Ackerschachtelhalm |
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Sumpfschachtelhalm |
| Höhe
Maximum 70 cm |
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Höhe bis
mehrere Meter |
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Andere Namen: Schafthalm, Schaftheu, Zinnkraut,
Pferdeschwanzkraut, Pferdeborste, Katzenwedel, Tannenkraut, Kannenkraut,
Scheuerkraut.
Die botanische Bezeichnung "Equisetum" leitet sich vom lateinischen
"equus", dem Pferd, und "sacta", der Borste, ab, da die
Stengel hart wie
Pferdeborsten sind.
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Die Verarbeitung:
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Die "Ernte" ist zu Hause! |
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Ein Korb voller Ackerschachtelhalme am 14. Juni. |
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Läßt sich sehr gut schneiden! |
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Während des Schneidens. |
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Der Ackerschachtelhalm, Schachtelhalm (Zinnkraut), Equisetum arvense:
Heilkraft der Natur
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Geschnitten und fertig zum Trocknen. |
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Da der Ackerschachtelhalm ein recht hartes Kraut ist,
lassen Sie ihn bitte gut trocknen! |
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Das trockene Kraut muß grün aussehen, ist es braun
oder schwarz, so ist es verdorben! |
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Getrocknet, fertig zum Abfüllen. |
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Mein Tipp:
Nehmen Sie einen guten Kombucha-Teepilz für ein gutes
Kombucha-Getränk!
Mit dem Kombucha können Sie die Kräuter noch
besser nutzen!
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