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Grundsätzlich kann man alle Teile des
Löwenzahns verwenden, Blätter, Blüten und Wurzeln. Für den Kombucha-Tee
sammle ich allerdings ausschließlich die Blätter, sehr früh im zeitigen
Frühjahr, als erste Pflanze, noch bevor die Blüten erscheinen und die
Blätter noch sehr zart und somit energiereicher sind. Sind erst die Blüten
da, so gibt die Pflanze viel Kraft in diese ab. Der Löwenzahn ist fast
überall anzutreffen, er vermehrt sich sehr fleißig. Sie finden ihn auf
jeder Wiese, an Wegesrändern, Waldrändern, auf Brachflächen, ja wirklich
fast überall! Zur Blütezeit stehen ganze Felder in leuchtendem Gelb und
erfreuen das Auge. Nur die Wenigsten wissen, daß es sich um eine
hervorragende Heilpflanze wie auch Küchenpflanze handelt. Der Salat ist
etwas herb und nicht unbedingt jedermanns Geschmack, er läßt sich aber
auch gut mit anderen Salaten und Kräutern mischen. Er regt die
Verdauungsorgane und alle Drüsen ebenso an wie Nieren und Blase, wirkt entschlackend und
entgiftend. Aus den bis zu 70 cm langen Wurzeln (die von
zweijährigen Pflanzen im Herbst geerntet werden) können Sie sogar einen Kräuterkaffee
herstellen. Dazu werden diese gut gesäubert, in kleine Scheibchen geschnitten und
im Schatten sehr gut getrocknet. In
einer Pfanne oder auf dem Backblech werden sie vorsichtig unter Rühren
geröstet und anschließend in einer Mühle gemahlen. Nehmen Sie auf eine
Tasse Wasser einen Teelöffel dieses Pulver und kochen es nur kurz auf,
lassen es kurz ziehen. Am Besten schmeckt der Kaffee mit Milch, Honig oder
Zimt.
Erste Aufzeichnungen und Beschreibungen
des Löwenzahns finden wir bereits in Schriften arabischer Ärzte aus dem
11. Jahrhundert. Hier wird schon erwähnt, daß durch die harntreibende
Wirkung der Löwenzahnblätter das Flüssigkeitsvolumen des Körpers
verringert und dadurch der Blutdruck gesenkt werden kann. Blätter wie
Wurzel haben eine deutlich reinigende Wirkung auf die Leber und regen die
Gallenproduktion stark an. Sie sind sehr wirksam zur Entgiftung des
Körpers, zum Ausscheiden von im Körper angesammelten Toxinen, also Giften,
über den Urin. Auch sind sie ein leichtes Abführmittel und bringen
Erleichterung bei Verstopfung. Weitere Anwendung findet die Pflanze bei
vielen Hautkrankheiten, wie Schuppenflechte, Akne und Ekzemen, bei Gicht,
Arthritis, Rheuma und Nierensteinen.
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